Johann (Hans) Rußmann (sen.)
Hans RußmannHans Rußmann 

Vater Rußmann (geb. 14. Nov. 1923, gest. im Okt. 2010) war von Anfang an bei „Motormuli“, sozusagen ein „Urgestein“ der Firma.

Flussregulierung Hausbach

Räumung des Flußbettes des Mollner Hausbaches; Ketten anderer Dimension auf der Ladefläche; unter den Beobachtern: Direktor Hacker (in weiß, mit Kamera, neben ihm der Werkstättenleiter Georg Fädler); Fahrer: Hans Rußmann (sen.)

Steyr

Das Motormuli als Bulldozer: Vorführung im Flußbett der Steyr (1954); Fahrer: Hans Rußmann (sen.)


Johann (Hans) Rußmann (jun.)

Sohn Rußmann war bei der Fa. „Alpentransport“ tätig, deren Sitz bis zur Insolvenz der Fa. „Motormuli“ in Molln war und dann nach Traun verlegt worden ist (Hammerlweg). Bei der „Alpentransport“ war auch der Schlossermeister Michael Bittner tätig, ferner die Herren Reichberger und Faber. Bei der Alpentransport wurden keine Motormulis mehr fabriksmäßig hergestellt, sehr wohl aber einige aus noch vorhandenen Komponenten neu zusammengestellt, und natürlich wurden dort auch defekte Geräte repariert.

Im wesentlichen war Rußmann junior als Fahrer für die Holzbringung tätig, und zwar mit Ausnahme von Vorarlberg in allen Bundesländern Österreichs. Die Arbeit war schwierig und auch gefährlich, aber gut bezahlt. Für den forstwirtschaftlichen Einsatz wurde das Motormuli per Lkw in den Einsatzraum transportiert; der Lkw wurde mittels einer Rampe beladen, sodaß das Muli selbst auf der Ladefläche fahren konnte. Außerdem stand ein Traktor PKZ zur Verfügung.

Ein weiterer wichtiger Bereich war der Einsatz zur Wiederaufforstung, was durch den „Grünen Plan“ finanziert wurde, der den Bauern die Pflanzen gratis zur Verfügung stellte. Ein mit einem Rotax-Motor versehenes Erdbohrgerät, das auf einer zweirädigen Lafette lief, wurde an die Bundesforste verliehen.

Insgesamt waren in dem Zeitraum, wo Rußmannn junior bei der Firma „Alpentransport“ tätig war, ca. 25–30 Personen dort angestellt; die Firma verfügte anfangs über ca. zwanzig Motormulis, die eingesetzt werden konnten, deren Zahl jedoch sukzessive auf ca. acht oder neun absank. Als die Firma ihre Tätigkeit einstellte, wurden die verbliebenen Geräte als Alteisen an die Firma „Josef Lang Schrott- und Maschinenhandel Gesellschaft m.b.H.“ in Traun verkauft.